Schwarz-Blau beschließt AUS für FUZO!

Wieder einmal wird über die Innenstadtentwicklung diskutiert. Kaufleute beklagen Umsatzrückgänge und machen dafür die Fußgängerzone verantwortlich. Das Stadtmarketing greift das auf und fordert ein Ende für die FUZO.

Stadtplatz mit Fußgängerzone

Autos sollen wieder fast zu jeder Zeit (Ausnahme Märkte und Veranstaltungen) durch den oberen Stadtplatz fahren und dort auch parken dürfen. Schwarz-Blau folgt diesem Ansinnen und beschließt das AUS für die FUZO. Vor der Abstimmung im Gemeinderat haben wir BürgerInnen am Stadtplatz befragt. Eine deutliche Mehrheit von 80 Prozent war für die Beibehaltung der Fußgängerzone. In den Gesprächen lobten viele die Wohlfühlatmosphäre der Schanigärten in der FUZO und kritisierten die vielen Leerstände. Die Diskussion um die Verkehrslösung engt den Blick zu weit ein und verhindert, dass Energie in kreative Innenstadt belebende Maßnahmen geht. Im Gemeinderat haben wir daher einen Antrag auf Erstellung eines „Masterplanes Innenstadt“ eingebracht, der Leerstandsmanagement ebenso umfasst wie Platzgestaltung, Marketing, Wohnen, Verkehr, Parken etc. Dieser wurde von Schwarz-Blau abgelehnt.

82% Prozent für die Fußgängerzone!

An drei Befragungstagen (Di., 15.5. nachmittags, Mi., 23.5. vormittags, Fr., 25.5. vormittags) haben wir 224 BesucherInnen des Stadtplatzes befragt, welche Verkehrslösung sie für den oberen Stadtplatz wollen. Eine deutliche Mehrheit von 62 % war für die Beibehaltung der Fußgängerzone. Immerhin 20 % wollten eine zeitliche Ausweitung. Nur 16 % stimmten für eine ganztägige Begegnungszone.

Befragung Stadtplatz Vöcklabruck 2018

Abgelehnter Text des Gegentrages der GRÜNEN

Die derzeitige Verkehrsregelung wird beibehalten. Die Diskussion um die Verkehrslösung engt den Blick zu weit ein und verhindert, dass Energie in kreative Innenstadt belebende Maßnahmen geht Ab sofort wird an einem Masterplan „Innenstadt“ gearbeitet mit dem Ziel ein umfassendes Zukunftskonzept für die Innenstadt zu entwickeln. Dieses soll u.a. folgende Bereiche umfassen: Leerstandreduktion, Branchenmix, Geschäfte, Gastronomie, Dienstleistungen, Gestaltung, Parken, Verkehrsführung, Veranstaltungen, Wohnen in der Innenstadt.
Teil des Masterplanes ist eine BürgerInnenbeteiligung, die die Bevölkerung nicht nur befragt sondern aktiv im Prozess einbindet. Die Steuerungsgruppe für den Masterplan soll aus je einem Vertreter der Geschäfte, BewohnerInnen, Gastronomie, Gemeinderatsfraktionen und dem Stadtmanager bestehen. Die Begleitung des Masterplanes soll durch einen professionellen Dienstleister erfolgen.

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