Begegnungszone: Parkplätze statt Bäume?

Kritik der Grünen am Beschluss von VP-FP-SP

Bäume für den Klimaschutz – Petra Wimmer, Sonja Pickhardt-Kröpfel, Stefan Hindinger
(Foto Grüne – Es wurde noch vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie gemacht).

Der Gemeinderat befasste sich mit der Gestaltung der Begegnungszone am Stadtplatz. Der Architektenentwurf sieht die Einpflanzung von zusätzlich sechs Stadtbäumen vor. Dies wurde von ÖVP, SPÖ und FPÖ abgelehnt, man will vielmehr zusätzlich Parkplätze gewinnen. Zusätzliches Grün soll nur in Trögen, also mobil angekauft werden, ärgert sich Umweltstadträtin Sonja Pickhardt-Kröpfel. Die Grünen verweisen auf die enorme Umweltleistung eines eingepflanzten Stadtbaumes. Er sorgt für Abkühlung durch Verdunstung und Beschattung, er speichert Kohlenstoff, er reduziert die Schadstoffbelastung durch Abgase. Kurzum: Bäume sind eine wichtige und moderne Möglichkeit für Städte, um sich dem Klimawandel anzupassen. Viele Städte, wie Linz, Graz, Wien pflanzen daher im großen Ausmaß Bäume in ihre Zentren. „Es geht nicht um Behübschung durch ein wenig Grün, sondern vielmehr darum, durch Baumpflanzungen der innerstädtischen Hitze entgegenzuwirken“, betont Pickhardt-Kröpfel. „Durch den Klimawandel haben wir ein Zeitproblem: daher müssen wir jetzt für unsere Kinder die Aufenthaltsqualität in den verbauten Bereichen sichern, ein Baum entfaltet seine Wirkung erst in 15 und mehr Jahren!“

Kritik übten die Grünen erneut an der Abschaffung der Fußgängerzone. Bekanntlich treten die Grünen für eine saisonale ganztägige Fußgängerzone ein statt der von VP-SP-FP beschlossenen ganzjährigen Begegnungszone mit Mini-Fuzo am Abend, die eine Durchfahrts- und Parkzone ist.

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