In Sandl im Mühlviertel nimmt das größte Windkraftprojekt Oberösterreichs Gestalt an. 260 Millionen Euro sollen investiert werden, um 19 Windräder zu errichten. Sie könnten künftig Strom für rund 125.000 Haushalte liefern – sauber und regional produziert.
Die schwarz-blaue Landesregierung wollte mit einer geplanten Ausschlusszonen-Verordnung solche Projekte eigentlich verhindern. Doch weil diese Verordnung noch auf sich warten lässt, können alle Vorhaben, die bis dahin eingereicht und umweltrechtlich geprüft und genehmigt werden, trotzdem umgesetzt werden. Das musste Landeshauptmann Stelzer inzwischen einräumen.

Damit steht fest: Das Verbot für den Windpark in Sandl wackelt – und die Chancen auf eine Genehmigung stehen gut. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, liegt nicht zuletzt am beharrlichen Druck der Grünen.
Seit mehr als einem Jahr warnen wir vor den geplanten Verbotszonen für Windkraft. „Das Aus für das größte Energiewendeprojekt Oberösterreichs wäre eine fatale Entscheidung gewesen – für die Energiewende, die Wirtschaft und die Menschen im Land“, sagt Landessprecher LR Stefan Kaineder.
Sandl als Auftakt für mehr Windkraft
Der Kurswechsel von Stelzer könnte nun auch anderen Projekten Rückenwind geben, etwa jenem am Saurüssel im Attergau. Dort gibt es seit Langem Pläne für einen Windpark, die auch von Bürgermeister und Bevölkerung unterstützt werden. Kaineder sieht jetzt die Energie AG am Zug: „Sie muss das Projekt einreichen, bevor die schwarz-blaue Ausschlussverordnung in Kraft tritt. Der Slot, den Stelzer bei Sandl geöffnet hat, muss auch für den Saurüssel verfügbar sein.“
Für die Grünen ist das aber nur ein erster Schritt. „Die Ausschlusszonen-Verordnung muss insgesamt fallen. Oberösterreich braucht endlich eine echte Windkraft-Offensive – mit Planungs- und Rechtssicherheit für Betreiber, mit günstiger Energie für die Menschen und mit einem entschlossenen Beitrag zum Klimaschutz“, so Kaineder.